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Institut für Sportwissenschaft

Sportwissenschaft I – Trainings- und Bewegungswissenschaft – Prof. Dr. Andreas Hohmann

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Forschungslinien

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Forschungslinien:

  • A. Leistungssportforschung
  • B Fitness- und Gesundheitstraining
A1 Talentforschung (talent research)Einklappen

Bei der Talentforschung wird aus theoretischer Sicht davon ausgegangen, dass Talentdiagnose und Talentförderung zwei untrennbar verwobene und zeitlich parallel verlaufende Handlungsstränge bilden. Die trainingswissenschaftlichen Untersuchungen konzentrieren sich vor allem auf die Seite der Talentdiagnose. Auf der Basis von etappenspezifischen juvenilen Leistungen von Kindern und Jugendlichen werden Talentprognosen angestrebt, deren Qualität unter Berücksichtigung der von den untersuchten Nachwuchssportlern später im Erwachsenenalter erzielten Finalleistung abgesichert wird.

Das methodische Vorgehen ist (a) durch eine verhältnismäßig breit angelegte Fähigkeitsdiagnostik gekennzeichnet, weil in vielen Sportarten unklar ist, welche motorischen und kognitiv-emotionalen Fähigkeiten als allgemeine Leistungsvoraussetzungen für zukünftige sportliche Spitzenleistungen unabdingbar sind, und (b) durch die Anwendung von linearen (z.B. Diskriminanzanalyse) und nichtlinearen Analysemethoden (z.B. Neuronale Netzwerke). Für letztere spricht, dass in vielen Sportarten selbst bei erwachsenen Spitzensportlern bei den Basisqualifikationen nicht nur eine große Variabilität, sondern bisweilen auch eine wechselseitige Kompensierbarkeit besteht, der am besten durch eine kohärente Mustererkennung entsprochen werden kann.

Kooperationspartner: Landkreis und Stadt Fulda

A2 Nachwuchstraining (age group training)Einklappen

Der Forschungsschwerpunkt ist auf trainingswissenschaftliche Themengebiete im Bereich des leistungsorientierten Nachwuchstrainings ausgerichtet. Die Fragestellungen beziehen sich zum einen auf eng abgrenzbare Gegenstandsbereiche wie sportartspezifische Teilprobleme der Prozessgestaltung (Trainingsziele, Trainingsinhalte und Trainingsmethoden) innerhalb einzelner Trainingsetappen. Daneben werden sportartübergreifende Problemstellungen behandelt, bei denen konzeptionell-organisatorische Aspekte der Ziel- und Zeitstrukturkonzepte des Nachwuchstrainings im Mittelpunkt stehen.

Kooperationspartner: Deutscher Basketball-Bund (DBB), Deutscher Fußball-Bund (DFB), Deutscher      Handball-Bund (DHB)

A3 Trainingsadaption (training adaption)Einklappen

Eine adäquate Beschreibung des Phänomens der Trainingsadaptation erfordert zuerst eine geeignete Modellbildung zur Trainingswirkung und zur Trainingssteuerung. Umfassende Modelle zum sportlichen Training müssen deshalb sowohl die endogenen Mechanismen der Leistungsveränderung (biologische Anpassung und Lernen) als auch die exogenen Faktoren inhaltliche Komplexität und zeitliche Dynamik der Trainingsmaßnahmen abbilden. Bei der Untersuchung von Trainingsprozessen wird aus theoretischer Sicht eine systemdynamische Perspektive eingenommen. Dabei wird unterstellt, dass die Trainingsbelastung einen unspezifischen Kontrollparameter darstellt, der über die Beanspruchungsfolgen (Ermüdung und Erholung, Lernen) Selbstorganisationsprozesse im Sportler auslöst, die zu einem veränderten Leistungszustand (Ordnungszustand) führen. Aus methodischer Sicht wird beim Ablauf der Trainingsadaptation ein nichtlineares Systemverhalten unterstellt, dass sich am besten mit Hilfe von nichtlinearen mathematisch-statistischen Methoden (z.B. Neuronale Netzwerke) modellieren lässt.

Kooperationspartner: Olympiastützpunkt Frankfurt a. M.; Olympiastützpunkt Hamburg

A4 Sportspielforschung (sport games research)Einklappen

Bei der Sportspielforschung stehen aus trainingswissenschaftlicher Sicht Fragen der wettspielspezifischen Belastungs- und fähigkeitsbezogenen Anforderungsstruktur (z.B. im Wasserball), der strategisch-taktischen Gegneranalyse und Leistungsoptimierung (z.B. im Tischtennis, Handball und Fußball), sowie der Trainingsmittelanalyse im Mittelpunkt. Unter methodischen Gesichtspunkten reichen die dabei eingesetzten Untersuchungsverfahren von sportmotorischen Tests bis hin zur Systematischen Spielbeobachtung (z.B. videografische Positionsbestimmung und Laufweganalyse bei der Diagnose der Handlungseffektivität). Ferner werden bei der Gegneranalyse und Strategieoptimierung mathematisch-simulative Modellierungsverfahren (z.B. Markovketten) eingesetzt.

Kooperationspartner: TSV 1899 Hoffenheim, RB Leipzig

A5 Schwimmsportforschung (swimming research)Einklappen

Im Schwimmen werden vielfältige Fragestellungen im Zusammenhang mit der Leistungsoptimierung untersucht. Die trainingswissenschaftliche Leistungsdiagnostik hat zum einen konditionelle Faktoren (insbesondere Kraftfähigkeiten) und koordinativ-technische Merkmale (insbesondere Vortriebsgestaltung im Einzelzyklus) der Schwimmleistung zum Gegenstand, zum anderen konzentrieren sich mehrere Studien auf kinematische, dynamische und elektromyografische Aspekte der verschiedenen Schwimmstarts.

Kooperationspartner: Deutscher Schwimm-Verband (DSV)

B1 Krafttraining (strength training)Einklappen

siehe hierzu die Publikation von Fehr, Ulrich:
Elektromyostimulation im Sport : Zur Optimierung des sportartspezifischen Krafttrainings am Beispiel Rudern.
Bayreuth : Shaker , 2011 . - 282 S. - (Berichte aus der Sportwissenschaft )
ISBN 978-3-8440-0192-1
( Dissertation, 2010 , Universität Bayreuth, Kulturwissenschaftliche Fakultät)

sowie:

Horn, Andrea ; Behringer, M. ; Beneke, R. ; Förster, H. ; Gruber, W. ; Hartmann, Ulrich ; Hebestreit, H. ; Hohmann, Andreas ; Jöllenbeck, T. ; Mester, J. ; Niessen, M. ; Platen, P. ; Schmitt, H.:
Wissenschaftliche Standortbestimmung zum Krafttraining im Nachwuchsleistungssport.
In: Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin. Bd. 63 (2012) Heft 2 . - S. 1-6.
ISSN 0371-3059

B2 Ausdauertraining (endurance training)Einklappen

siehe hierzu die Publikationsliste von Buskies auf eref aus den Jahren 1987, 1993 und 2001.


Verantwortlich für die Redaktion: Univ.Prof.Dr. Andreas Hohmann

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