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Institut für Sportwissenschaft

Sportwissenschaft I – Trainings- und Bewegungswissenschaft – Prof. Dr. Andreas Hohmann

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Forschungsprojekte

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Fuldaer Bewegungscheck

Fuldaer Bewegungscheck

Das Projekt Fuldaer Bewegungs-Check wurde als Kampagne des Landkreises Fulda für eine nachhaltige Bewegungs- und Gesundheits-, Sport- und Talentförderung im Jahr 2010 in der Bildungsregion Fulda eingeführt. Federführend bei diesem Projekt ist seither das Landratsamt Fulda, das gemeinsam mit dem Lehrstuhl Trainings- und Bewegungswissenschaft der Universität Bayreuth und im Verbund mit dem Staatlichen Schulamt Fulda, dem Sportamt der Stadt Fulda sowie dem Sportkreis Fulda und den teilnehmenden Schulen das Projekt koordiniert. Übergeordnetes Leitziel des Fuldaer Bewegungs-Check ist es, den kommunalen gesundheits- und gesellschaftspolitischen Auftrag der Daseinsvorsorge zu erfüllen und insoweit die Kinder (und mittelbar ggf. auch deren Eltern) nachhaltig zu mehr Bewegung und einem gesünderen Lebensstil zu motivieren.

Zentraler Befund des Fuldaer Bewegungs-Check 2010-2015 ist, dass die 8-jährigen Kinder der untersuchten 2. Grundschulklassen der Bildungsregion Fulda motorisch überdurchschnittlich leistungsfähig sind und zum überwiegenden Teil deutlich oberhalb der bundesweiten Referenzwerte (siehe hierzu Bös et al., 2009 und 2016) liegen. Speziell im Bereich der Koordination (seitliches Hin- und Herspringen, Balancieren und Rumpfbeuge) sowie insbesondere auch bei der Laufausdauer sind die Fuldaer Mädchen und Jungen ihren bundesweiten Altersgenossinnen und –genossen erheblich überlegen und befinden sich im Mittel auf dem Niveau der bundesweit etwa 20 Prozent (SDS = 0,8) der leistungsbesten Kinder.

Auch in den kommenden Jahren wird die Perspektive verfolgt, den Fuldaer Bewegungs-Check als regelmäßig jährliche und flächendeckende sportmotorische Bestandsaufnahme (Screening) in den 2. Klassen der Grundschulen in der Bildungsregion Fulda durchzuführen. Dabei sollen weiterhin sämtliche Schulen des Landkreises und der Stadt Fulda zu einer Teilnahme motiviert werden. Die mit einer Teilnehmerzahl von bislang etwa N > 7.000Kindern sowohl unter dem Aspekt der sportmotorischen als auch der demografischen Merkmale gute Repräsentativität des Fuldaer Bewegungs-Checks 2010-2015 liefert aussagekräftige Daten und Befunde über den Leistungszustand der Kinder der Bildungsregion Fulda, die in einen fundierten bundesweiten Vergleich einmünden.

Über den Basis-Check (jeweils im September/Oktober jedes Jahres) hinaus, werden die sportlich besonders begabten Teilnehmer im Dezember eines jeden Testjahres zur Teilnahme an der 2. Stufe, dem sog. Talent-Check, eingeladen. Wie beim Basis-Check, erhalten die Kinder auch dort eine entsprechende Urkunde mit ihrem erzielten Testergebnis und – daraus abgeleitet - insgesamt drei Sportartempfehlungen in der Reihenfolge der persönlichen Eignung zwischen 50 und 100 Prozent (der auf den Urkunden angegebene Eignungsgrad beträgt aus statistischen Gründen grundsätzlich mindestens 50 Prozent). Die konkrete Talentförderung wird ermöglicht, indem die Fuldaer Stützpunkttrainer der beiden geeignetsten Sportarten die Adresse der Kinder erhalten, um mit den Eltern persönlich Kontakt aufnehmen zu können. Ziel ist es, die Kinder für ein Schnuppertraining in einer Talentfördergruppe zu gewinnen. In vielen Sportarten hat sich dieses Verfahren bereits sehr gut etabliert (z.B. im Golf, Judo, Kanu, Schwimmen, Skilanglauf, Wasserball). Selbstverständlich können sich die Eltern auch über die Universität Bayreuth (Bewegungscheck@uni-bayreuth.de) mit den Stützpunkttrainern in Verbindung setzen.

Die Namenslisten der Kinder für die Talentförderung gehen in der Regel Anfang März des Folgejahres an die Stützpunkttrainer, sodass ab März mit einer entsprechenden Kontaktaufnahme gerechnet werden kann. Zur Talentförderung gehört in manchen Sportarten, dass die Talente bspw. für einen gewissen Zeitraum eine beitragsfreie Vereinsmitgliedschaft erhalten (z.B. im Golf, Judo, Kanu, Schwimmen, Skilanglauf, Wasserball) oder auch zu leistungssportlichen Veranstaltungen in den betreffenden Sportarten mit einem kostenlosen Ticket oder zu einem umfassenden Schnuppertraining eingeladen werden.

Ein besonderer Schwerpunkt des Fuldaer Bewegungs-Check liegt auf der Bewegungsförderung bei motorisch gering leistungsfähigen Kindern. So werden sowohl übergewichtige als auch jene Kinder, die motorische Defizite aufweisen, für den Zeitraum eines halben Jahres (Januar bis Juni) zu einer freiwilligen und kostenfreien Bewegungsförderungsmaßnahme eingeladen. Diese besteht nach einer einleitenden Informationsveranstaltung zum Thema Gesunde Ernährung aus einer einmal pro Woche und parallel an mehreren Standorten fachkundig durchgeführen Bewegungs- und Spielstunde.

Abschlussbericht 2010 - 2015 als PDF.

Projektfortführung 2016 und 2017.

Im Jahr 2016 erfolgt die Datenerhebung an rund 1.800 Grundschulkindern aus Stadt und Landkreis Fulda im Zeitraum vom 5.-30. September 2016. Die Datenverwaltung und -auswertung incl. Urkundendruck erfolgt in Kooperation mit dem Lehrstuhl für Angewandte Informatik IV (Datenbanken und Informationssysteme, Prof. Dr. Jablonski), 2012 soll auch die Dateneingabe direkt an den Teststation PC-gestützt erfolgen.

Zur Website des Bewegungschecks beim Landkreis Fulda

Evaluation eines Modells zur Talentidentifikation im GrundschulalterEinklappen
  • Projektleiter: Prof. Dr. Andreas Hohmann
  • Projektstart: 1. Januar 2015 Projektende: 31.Dezember 2016
  • Projektmitarbeiter:  Beatrice Beran B.Sc.
  • Geldgeber: Bundesinstitut für Sportwissenschaft (BISp)

Das zweijährige trainingswissenschaftliche Forschungsvorhaben hat zum Ziel, auf empirisch-quantitativem Wege günstige talentdiagnostische Testverfahren zu identifizieren, die sich in der frühen Etappe des Grundlagentrainings, d.h. im Altersbereich von 7/8 bis 11/12 Jahre dazu eignen, sportmotorisch begabten Jungen und Mädchen individuell geeignete Sportarten zu empfehlen und die Nachwuchssportler bereits im Grundschulalter in die empfohlenen Sportarten zu kanalisieren. Darüber hinaus wird im Ergebnis des beantragten Projekts erwartet, dass sich die Effektivität der beschriebenen Form eines frühen Talentscreenings dahingehend nachweisen lässt, dass die identifizierten Talente eine im Vergleich zu den nicht ausgewählten Talenten sowie jenen Talenten, die in nicht-empfohlenen Sportarten trainieren, eine bessere Leistungsentwicklung im Verlauf des Grundlagentrainings aufweisen.

Techniktraining zur Entwicklung der Spielfähigkeit in den SpielsportartenEinklappen
  • Projektleiter: Prof. Dr. Andreas Hohmann
  • Projektstart: 01.11.2013 Projektende: 31.07.2015, Projektnummer: IIA1-080706/13-15
  • Projektmitarbeiter: Dr. Lenard Voigt (Dipl.-SpOec.), Micha Pietzonka, Stefan Wach
  • Geldgeber: Bundesinstitut für Sportwissenschaft (BISp) / Deutscher Fußballbund (DFB)

Inhalt

Der sporttechnischen Ausbildung innerhalb des langfristigen Trainingsprozesses kommt sportartübergreifend eine Schlüsselrolle zu. Keine andere Komponente der Spielleistung entspricht besser der trainingswissenschaftlichen Maxime, dass das Nachwuchstraining vor allem als nachhaltiges, d.h. perspektivisch angelegtes Voraussetzungstraining zu verstehen ist. Die übergeordnete Zielstellung dieses Projektes besteht darin, spielportübergreifend die im Trainingsprozess erfolgreich angewandten und bewährten Methoden des Techniktrainings zu begründen und durch neue, integrationsfähige wissenschaftliche Erkenntnisse sukzessive sinnvoll zu bereichern. Dabei sollen sowohl sportartübergreifende Erkenntnisse als auch für die beteiligten Kooperationspartner sportartspezifische, praxisrelevante Ergebnisse generiert werden. Das Projekt gliedert sich in drei Arbeitspakete:

  • Literaturanalyse,
  • Situationsanalyse auf Basis von schriftlichen und mündlichen Trainerbefragungen,
  • Retrospektive Analyse auf Basis von schriftlichen und mündlichen Spielerbefragungen.

Die Ergebnisse werden bei verbandsspezifischen Transfermaßnahmen der eingebundenen Kooperationspartner, in Publikationen und Transferveranstaltungen des Bundesinstituts für Sportwissenschaft (BISp) vorgestellt.

DFB-Interview mit Prof. Hohmann

Abgeschlossene ProjekteEinklappen
  • EMS im isokinetischen Krafttraining am Bsp. Rudern
  • Rekonstruktion subjektiver Konzepte erfolgreicher Nachwuchstrainer (KerN)
  • Rahmentrainingskonzeption (RTK) Wasserball 2008-2012
  • Optimierung der Startsprungleistung im Sportschwimmen
  • Optimierung der Trainingssteuerung im Sportschwimmen
  • Optimierung der Trainingssteuerung im Radsport

Bei Interesse können Detailinformationen zu den abgeschlossenen Projekten im Sekretariat angefragt werden.


Verantwortlich für die Redaktion: Univ.Prof.Dr. Andreas Hohmann

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